Immobilien in München: Kaum noch Chance auf Eigentum

Bereits seit geraumer Zeit wird es in den Großstädten und Ballungsräumen unserer Republik zunehmend schwieriger, ja teilweise sogar aussichtslos, bezahlbare Immobilien zu erwerben, berichtet auch der Focus. Die Preise sind in teilweise astronomische Sphären gestiegen, die vermehrte Nachfrage treibt die Preise dabei ins Unermessliche. Daher ist es für viele nicht mehr möglich ihre Eigentumswohnung oder das Einfamilienhäuschen in der Stadt oder in unmittelbarer Stadtnähe zu erwerben. Nur die Flucht aufs Land oder weit in die Peripherie der Städte hinein, erlaubt es noch bezahlbaren Wohnraum anzufinden und auch hier wird es in verschiedenen Regionen immer schwieriger mit dem Eigentumserwerb.

Das alte Rathaus in MünchenFoto: Michael Nagy, Presse- und Informationsamt – Das alte Rathaus

In der Bayernmetropole ist die Preissituation besonders dramatisch

Besonders dramatisch ist die Situation in unserer bayrischen Landeshauptstadt München. Wer nach passenden Neubauimmobilien sucht, wird schnell an seine Grenzen gelangen. Dort ist es zwischenzeitlich geradezu unmöglich geworden bezahlbaren Wohnraum zu finden. Eine Eigentumswohnung direkt in der Stadt, wird bei einer Wohnfläche von 100 m² mit ca. 500.000 Euro gehandelt, zählt dann aber sogar noch zu den Schnäppchen. Ebenfalls sind kleinere Einfamilienhäuser nur in Preisregionen oberhalb einer Marke von 650.000 € zu haben. Zumeist ist dieser Betrag dann aber bereits die Untergrenze bei den Angeboten. Im Norden der Republik, wie beispielsweise in Wolfsburg kann der Immobilieninteressent für diese Summe dann beinahe 5 – 6 Häuser erwerben.

Grund für den Preisauftrieb – Eurokrise und Inflationsängste

Die Hauptursache für diese rasante Preisentwicklung dürfte in der Eurokrise und den damit einhergehenden Inflationsängsten begründet sein. Die daraus ebenfalls resultierenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten schlagen ebenfalls als wichtiger Indikator auf gestiegene und weiter steigende Immobilienpreise durch. Ein Ende ist hier noch nicht in Sicht. So lange das Damoklesschwert dieser Negativindikatoren über Europa, allen voran die Unsicherheit des Euros und dessen Fortbestand über uns hängt, wird sich an der Preissituation so schnell auch nichts ändern. Allerdings ist auch die Zweiteilung des Immobilienmarktes weiterhin unübersehbar. Während in den Großstädten und Ballungszentren Immobilien immer teurer werden, sind sie in ländlichen Regionen, vor Allem im Norden und Osten, teilweise sogar unverkäuflich. Man darf gespannt sein wie sich der Immobilienmarkt in Zukunft gestalten wird.

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